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Es konnte jeden treffen. Der NS-Terror war in gewisser Weise berechenbar gewesen: Er traf Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Homosexuelle und alle, die dem Regime entgegentraten. Anders der sowjetische Terror schon zu Lenins Zeiten, vor allem aber dann während der langen, eisernen Herrschaft Stalins. Buchstäblich jeder musste mit Verhaftung, Verurteilung, Erschießung oder Verschickung in ein Arbeitslager rechnen. Kein geheucheltes und auch kein mit leidenschaftlichem Ernst vorgetragenes Bekenntnis zum Marxismus-Leninismus und den Stalin-Ideen gab sicheren Schutz. Jeder konnte der Nächste sein.

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Einer von ihnen war Wsewolod Meyerhold. Der Sohn eines Weinhändlers russlanddeutscher Herkunft gehörte zu den bedeutenden Schauspielern seiner Zeit. Er wandte sich dem Symbolismus zu, experimentierte früh mit dem Film, wurde nach der Oktoberrevolution 1917 ein Verfechter der Idee vom parteilichen, vom sowjetischen Theater und schuf in Moskau 1923 seine eigene experimentelle Theaterkompanie.

Ohne Zweifel, er versuchte, mit Haut und Haaren den angeblich großen Zeiten zu Diensten zu sein. Doch es half nichts. 1939 – also mitten in der Zeit des „Großen Terrors“ – wurde er verhaftet, verhört, gefoltert und zu einer Haftstrafe verurteilt. In einem berührenden Beschwerdebrief an den Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare der UdSSR beschrieb er minutiös, wie seine Peiniger mit ihm umsprangen: achtzehnstündige Verhöre, Hiebe mit dem Gummiknüppel auf Fersen, Rücken und Beine, immer und immer wieder.

Meyerhold traute sich, in dem Brief detailliert zu beschreiben, wie furchtbar diese Herabwürdigung des Menschen zu einem beliebig traktierbaren Stück Fleisch war: „Meine Haut ist so zart und empfindlich wie die eines Kindes, und meine Augen sind (unter für mich unerträglichen physischen und moralischen Schmerzen) fähig, Tränenströme zu vergießen.“ Dies alles, schrieb er in unerhörter Aufrichtigkeit, versetzte ihn „in so schreckliche Furcht, dass meine Persönlichkeit bis zu Wurzeln entblößt wurde“. Genau drei Wochen später, am 2. Februar 1940, wurde Meyerhold, 66 Jahre alt, erschossen.

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Der Brief ist eines der vielen Zeugnisse, die in der Ausstellung „GULAG. Spuren und Zeugnisse 1929–1956“ im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen sind. Komponiert wurde die Ausstellung von der russischen Gesellschaft „Memorial“ und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg. Das Besondere besteht darin, dass „Memorial“ mehr und anderes ist als ein Museumsprojekt. Die Gruppe fand 1988 in der Endphase der Sowjetunion zusammen.

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Ziel war (und ist) es, die Geschichte der Repression in der UdSSR nicht dem Vergessen zu überantworten. „Memorial“ ist ein originär bürgergesellschaftliches Projekt, das von tapferen und ausdauernden Einzelnen getragen wird, die die Chance der Öffnung in der Endphase von Michail Gorbatschow und dann unter Boris Jelzin mutig genutzt haben. Die „Memorial“-Mitarbeiter waren immer eine verschwindende Minderheit, und sie wussten das auch immer. Anders als die Bürgerrechtler der DDR konnten sie nie auch nur davon träumen, ein Machtfaktor zu werden.

Daher ihr bescheidenes Auftreten – das sie indes hartnäckiger und nachhaltiger agieren lässt, als es mancher hochgemute DDR-Oppositionelle gewesen war. „Memorial“ sammelt. Vor allem Erinnerungen der Opfer des Stalinismus: Briefe, Postkarten, Tonbandaufzeichnungen, Fotografien, Tagebücher, Alltagsgegenstände. Die Gruppe kartografiert die Schreckenswelt des Gulag und der stalinistischen Verfolgung. Putins Staat ist, keine Überraschung, den Leuten von „Memorial“ nicht wohl gesonnen. Die Arbeit der Gesellschaft wird immer wieder behindert und zurückgeworfen, neuerdings muss sich die Gesellschaft die Einstufung als „ausländischer Agent“ gefallen lassen.

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Die Ausstellung bewegt sich auf zwei Ebenen. Auf der ersten wird die Welt des Gulags in ihrer historischen Entwicklung dargestellt. Der Gulag unterschied sich markant vom System der Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Er war ein Instrument des Terrors und ein riesiges Wirtschaftsprojekt. Als die Bolschewiki in den ersten Jahren ihrer Herrschaft noch mit Widerstand zu rechnen hatten, riefen sie ohne Scheu vor dem schrecklichen Wort die Phase des „roten Terrors“ aus.

Und die endete nicht, als der Widerstand gebrochen war. Unter Stalin herrschte die Parole vom verschärften Klassenkampf: Verdacht gegen alle und jeden, grundlose Verhaftungen und Verbannungen und die gnadenlose Verfolgung einer ganzen Schicht, der Kulaken. Weit östlich von Moskau entstand ein riesiges Reich der Internierung, das sich jedoch als eine gewaltige Besserungsanstalt gab. „Befreiung durch Arbeit“ lautete die zynische Parole – und sie war, wenn man so will, ernster gemeint als das „Arbeit macht frei“ über dem Tor von Auschwitz.

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Der Gulag war zwar auch ein Reich des bewusst in Kauf genommenen Todes von Millionen Menschen, hier wurde aber kein gezielter Massenmord betrieben. Der Gulag war zugleich Wirtschaftsunternehmen. Die Häftlinge bauten Kanäle, legten Eisenbahntrassen, förderten Kohle. Das alles ist in der Ausstellung eindrucksvoll und mit jener Zurückhaltung in der Wertung dokumentiert, die den Schrecken des Dargestellten nur noch deutlicher macht.

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Die zweite Ebene der Ausstellung ist die der einzelnen Schicksale und die der Gegenstände, der Dinge. Ausgewählte Häftlingsbiografien bezeugen den systematischen Irrsinn dieses Terrors, der fast ganz ohne Leidenschaft und Emotion auskam. Es traf die Aristokratin ebenso wie den Sozialrevolutionär, den Kulaken wie die junge Zionistin, den zögerlich werdenden ehemaligen Tscheka-Mitarbeiter ebenso wie den deutschen Kommunisten, der bei der Gründung der Komintern auf dem Podium neben Lenin saß. Lässt der Betrachter diese reich bebilderten Tafeln auf sich wirken, dann springt ihn die ganze Trostlosigkeit eines Systems an, das bedenkenlos Leben zerstört und Menschen aus ihrer Bahn geworfen hat. Lauter endgültige Verluste.

Und dann die Dinge. In einer Vitrine das leichte, nun an vielen Stellen aufgerissene Sommerkleid der Walentina Buchanewitsch-Antonowa, das sie 1938/39 ein ganzes Jahr lang im Gefängnis trug: Noch immer sieht man ihm die Anmut an. Oder eine Stickerei einer unbekannten Lagerinsassin aus der Region Workuta, die die grausame Welt schön machen will. Man blickt durch ein Lagerfenster, das mit Blumen geschmückt ist – zwar ins Freie, aber auf einen Lagerzaun. Oder eine aus Dosenblech angefertigte Lampe aus der Region Kolyma: verrostetes Dokument von Findigkeit und Überlebenswillen in einer erbärmlichen Welt. Alle diese Gegenstände haben etwas Intimes. In die Neugier des Betrachters mischt sich Scheu.

In seinem Vorwort zum Ausstellungskatalog schreibt der Historiker Arseni Roginski, der Gründungsmitglied von „Memorial“ ist, man müsse lernen, die Gegenstände des Lagerlebens zu lesen: „Stacheldraht. Baracke. Pritschen. Wattejacke. Blechschlüssel. Becher. Löffel.“ Und wenig später fügt er einen schönen Satz hinzu: „Die Dinge schweigen nur, solange die Menschen es tun.“ Es ist das große Verdienst von „Memorial“, sich mit diesem Schweigen, mit diesem Verschwinden der Menschen und ihrer Dinge im großen Schlund des Schweigens nicht abzufinden.

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Jeder Name muss aufgelistet, jede Lebensgeschichte erzählt, jeder Gegenstand bewahrt werden. „Memorial“ ist von einem dokumentarischen Heroismus getrieben, den man nur bewundern kann. Und doch: Auch wenn die Menschen nicht mehr schweigen, wenn sie das Leiden von Millionen dem Vergessen entreißen, kann das die Toten, die Gedemütigten, Gefolterten, ihres Lebens Beraubten weder lebendig machen noch zum Sprechen bringen. Aus sehr weiter Ferne blicken wir in eine stille, versunkene Welt.

Die Ausstellung ist bis zum 1. September im Deutschen Historischen Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin, zu sehen. Der Katalog kostet 14,90 Euro

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